Warum Mamis immer spät dran sind

March 20, 2017

 Jede Mami kennt´s:
Das Leben nach dem Mamasein ist einfach ein anderes. Ein ganz alltägliches Beispiel ist das "Sich-Fertigmachen" fürs Ausgehen. Duschen, anziehen, schminken und fertig. Für mich waren die Treffen mit meinen Freundinnen immer eines der wichtigsten Events der Woche. Ich habe mich nicht nur darauf gefreut, sondern mich so richtig darauf vorbereitet. Nun ja, mit meinem Muttersein, wurden diese Events so wie ich sie kannte, zur Geschichte.

 

Ich bin Mama...
Man traut sich als frischgebackene Mami mit dem Baby nicht wirklich rauszugehen, geschweige denn, mit seinen Freunden auf einen Kaffee. Irgendwann dann vielleicht schon, aber ganz am Anfang eher nicht. Und als die Zeit dazu kam, kamen das Zweifeln, die Lustlosigkeit, viele neue Abenteuer und unerwartete Überraschungen: Ich, die immer pünktlich zu den Treffen kam, bin nun fast immer eine halbe Stunde- wenn nicht länger- zu spät. Mein Grund: Ich bin Mama!
Für viele ist das keine valide Entschuldigung. Na und? Das ist doch kein Grund, um später zu kommen. Was hat das Muttersein mit der Unpünktlichkeit eines Menschen zu tun?

Nun ja, so ganz unabhängig sind diese Dinge nicht voneinander...

 

Der Kackapopsch
Und hier nun der Ablauf für jene, die sich immer schon gefragt haben, was eine Mami wohl so lange aufhält:
Sollten wir zB zum Frühstück mit Freunden verabredet sein, wo eine andere Freundin von mir ihr Kind mitnimmt, nehme ich Laila natürlich auch mit. Meine Tochter ist eine Langschläferin, also bin ich vor ihr schon munter, ziehe mich schnell und leise an, damit ich schon fertig bin, sobald sie aufwacht. Danach fangen schon die Unanne
hmlichkeiten an:

Während ich versuche sie im Schlaf auszusiehen, damit ich ihr die Windel wechsel, quietscht sie mit geschlossenen Augen, verpasst mir einen Tritt und wälzt sich auf die andere Seite. Langsam und vorsichtig ziehe ich ihr Hose und Windel aus, mache sie untenrum mit einem warmen Waschlappen sauber und noch bevor sie aufwacht, kommt die frische Windel dran. Meistens wird sie genau dann wach, wenn ich versuche sie von ihrem Oberteil zu befreien und ist natürlich ganz und gar nicht zufrieden, weil ich sie ja beim Schlafen störe. Dann bekommt sie als Entschuldigung eine Stillrunde und trinkt brav. Während ich sie stille, versuche ich sie weiterhin gehfertig zu bekommen. Wenn sie dann endlich komplett angezogen ist, kommt sie in die Trage und während sie an mir hängt, packe ich meinen Rucksack mit Windeln, Wickelunterlage, Feuchttücher, Snacks und ihre Trinkflasche ein. Wenn ich dann endlich alles habe, schau ich noch ein letztes Mal in den Spiegel und bin froh, dass ich endlich losgehen kann. Was dann passiert ist mamamäßiger Schicksal:

Ich kann nicht sagen ob es Eier, oder Erbrochenes ist. Vielleicht ist es beides. Oder tote Ratte?! Jedenfalls ist es ein böser, böser, böser Geruch und ich weiß genau woher der kommt. Und in diesem Moment wäre es einfacher so zu tun als ob man nichts riecht, erkältet ist, eine verstopfte Nase hat, oder es einfach viel zu eilig hat, aber ich würde niemals mit einem Kackapopschi unterwegs sein wollen und diesen Luxus gönne ich auch meiner Tochter- ich gönn´ ihr ja sonst nicht viel *lach*. Die Mutter in mir geht dann wieder zurück ins Badezimmer, zieht ihrer Tochter Jacke und Haube aus, sowie Schuhe, Hose und Strumpfhose. Im Versuch nicht zu ersticken und mit konzentrierten Gedanken an die Liebe, die ich meiner Tochter gegenüber empfinde, putze ich diese Schreckenstat , die man niemals von einer Einjährigen in diesem Ausmaß erwartet, weg. Und weil meine Tochter so gerne knetet, entscheidet sie sich oft dazu, dort hin zu greifen, wo ihr Kacka ist und drückt mir das lachend ins Gesicht, während ich sie noch untenrum sauber mache. Ich habe dann wortwörtlich Scheiße im Gesicht. In diesem Moment versuche ich nicht in Tränen auszubrechen, auch nicht meinen Kopf gegen die Wand zu hauen, atme tief ein, aus und putze mein Kind weiter, zieh es an, hänge es in die Trage und wasche gründlich mein Gesicht. Erst dann und nur dann, verlasse ich mein Haus und komme elegante 45 Minuten zu spät. Eben weil ich Mama bin.
 

 Mein Tipp: Mein Tipp geht diesmal an die "(Noch)-Nichtmamas". Seid so lieb und nehmt es nicht persönlich, sollten eure Mami-Freunde auf die obige Beschreibung passen. Für einige ist es selbstverständlich, dass Mütter etwas zu spät kommen, andere nehmen es tatsächlich persönlich. Es wird besser mit der Zeit, aber bei Kindern kann immer plötzlich etwas passieren. Am besten ist, sobald ihr am Verabredungsort ankommt, der Mami-Freundin etwas zum Trinken bestellen und euch auf eine (hoffentlich) lustige Geschichte freuen ;-)

 

 


 

 

Please reload

  • Facebook Social Icon
  • Instagram Social Icon
Recent Posts

July 8, 2019

June 20, 2019

June 13, 2019

November 28, 2018

November 13, 2018

Please reload

  • Facebook Social Icon
  • Instagram Social Icon

©2019 Made with multicultural Humor since July 2016