Mein Bali- Report

April 30, 2017

 

Die Hinreise:
Monatelang habe ich auf unseren allerersten Familienurlaub mit Zwutschkerl gewartet und wochenlang geplant. Wo sind die besten Strände, wo die besten Restaurants, welche Aktivitäten sind für Kinder geeignet?? TripAdvisor und Reiseblogs wurden sorgfältig gelesen, Freunde, die vor mir schon in Bali waren, wurden von mir mit Fragen bombardiert. Danach wurde alles unserem Budget angepasst, geplant und gebucht. Was das Packen betrifft: Weniger ist mehr. Das ist generell mein Motto fürs Verreisen, auch mit Kind.

B  A  L  I
Bali ist Natur pur, aber man entkommt den anderen Touristen einfach nicht. Ich dachte, wir seien in der Jahreszeit richtig, wenn es darum geht, den anderen Touristen zu entfliehen und fand mich in deren Armen wieder. Wir waren in einem Hotel in Kuta, nämlich dem Swissbelhotel (Tuban). Er ist in der Nähe vom Flughafen, hat einen schönen Pool und war echt günstig. Die Zimmer waren sauber und das Frühstück ganz okay. Der Plan war: 3 Tage Bali, dann Nusa Lembongan. Also wollten wir Ubud,  Denpasar, Seminyak und paar Strände in Kuta abklappern, bevor wir auf die Insel gingen. Geplant, (fast) getan.

Vor dem Hotel haben wir einen netten Fahrer kennengelernt, sein Name ist Komang. Er ist uns überall hingefahren, wo wir wollten. Normalerweise mieten hier Touristen einen Scooter, aber das wollten wir mit Laila nicht riskieren. Am ersten Tag haben wir den Balangan Beach in Kuta besucht und er ist zwar wunderschön, aber nichts für Kinder. Für Surfer hingegen: das Paradies. Hohe Wellen wo man nur hinschaut und noch dazu: Nicht viele Leute.
Was in Ubud ein Muss ist: The Monkey Forest! Absolut sehenswert, nicht nur wegen den lustigen Affen, sondern auch, weil man in ein Stückchen Dschungel spaziert. Noch ein Hingeher, ist der Luwak Copi- Shop. Da wird der Luwak (eine Art Schleichkatze) mit Kaffeebohnen gefüttert und sobald diese wieder ausgeschieden werden, werden sie aufgekocht und es wird Kaffee daraus gemacht. Das soll der Wachmacher überhaupt sein und es sind dort echt viele Leute, die das nicht nur ausprobieren, sondern auch noch kaufen, mein Mann zum Beispiel. Ich hingegen habe mich in die verschiedenen Teesorten & handgemachten Seifen verliebt.

 

 

 

 

 

Was wir noch in Bali gesehen haben sind die Tegalalang Reisfelder und die Tegenungan Wasserfälle. Meiner Meinung nach sind beide ein Muss wenn man nach Bali fährt, außerdem macht es den Kindern Spaß. Ich muss aber zugeben, wir haben die Reisfelder nicht komplett gesehen, da wir irgendwann nicht mehr gehen konnten. Die Wasserfälle sind nicht türkis, wie auf den meisten Bildern im Internet, sondern grün-braun. Dafür aber echt ein Erlebnis.
Wir haben die restlichen Pläne für diesen Tag einfach gestrichen und blieben da, denn Laila hat es sehr gefallen und sie wollte nicht weg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

N  U  S  A       L  E  M  B  O  N  G  A  N

 4 Tage lang waren wir auf dieser wunderschönen Insel, aber ich muss trotzdem zugeben: Für Eltern, die mit ihren Kleinkindern herkommen, ist sie am Anfang ein Schock. Für Taucher und Surfer hingegen, ist sie Gold wert. Wir waren in einem tollen Bungalow, der Besitzer- Widiya- war super lieb und wir haben tolle Leute kennengelernt. Es gab einen riesigen Pool und die Unterkunft war sehr nah vom Hafen. Da wir ohne Scooter unterwegs waren, sind wir das meiste der Insel zu Fuß gegangen, was für mich als Journalistin super war, denn so konnte ich die Einheimischen anquatschen. Eine Frau sagte zu mir:" Die alleinstehenden Frauen denken sie seien Julia Roberts, schreiben Bücher und die jungen Paare vögeln überall auf der Insel. Kein Respekt. Eltern sind mir die Liebsten, die kommen einfach nur um Urlaub zu machen und sind großzügig mit dem Geld."

Wir kamen eigentlich um zu schwimmen, aber stattdessen war ich nur am Schreiben, quatschen und essen. Auf der Hinfahrt vom Sanur- Hafen nach Nusa Lembongan haben wir Nathalie& Sophie kennengelernt. Zwei Schwestern aus Belgien. Auf der Insel haben wir Mark und Marije kennengelernt, ein holländlisches Paar, das süßer nicht sein könnte. Mit ihnen verbrachten wir fast jeden Abend und sprachen über Gott und die Welt. Im Badezimmer, das keinen Dach hatte, sprach ich zu meiner bayrischen Nachbarin - Sonja- und wir machten Witze darüber, dass wir irgendwie gemeinsam unter den Sternenhimmel duschten. Mein Mann und ich waren außerdem schnorcheln. Zwar getrennt, weil einer von uns immer babysitten musste, aber trotzdem war es schön einfach für sich, unter Wasser zu sein und diese völlig andere Welt bestaunen zu dürfen. Ich ging auf diese Insel um zu schwimmen und einfach einmal abzuschalten, aber ich tat genau das Gegenteil. Alles wurde eingeschaltet: Emotionen, Hirn, Sprache, Wanderlust...alles, einfach alles. Das war sicher nicht mein letztes Mal in Nusa Lembongan. Auch wenn ich immer noch der Meinung bin, dass diese Insel für einen Eintagestrip reicht, aber für jemanden, der so gern mit den Leuten spricht, sind hier sogar Jahre nicht genug- so viele Geschichten!

 

 

 

 

 

 

 

Was nehme ich mit?
Niemals zu viel planen. Go with the Flow. Wir waren überrascht, dass alle Strände auf Nusa Lembongan nur zum Surfen& Tauchen geeignet sind, da im Internet auch anderes steht, aber ließen uns davon die Laune nicht verderben. Wir haben dann einen kleinen Strand gefunden, der tatsächlich für´s Schwimmen geeignet ist: Der Coconut Beach. Später fand ich heraus, dass andere Eltern genau dasselbe Problem hatten und sogar vorzeitig zurück nach Bali gefahren sind, weil sie mit ihren Kindern nix auf der Insel unternehmen konnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Babys sind auch nur Menschen. Nur, weil ich denke, da ist jetzt Urlaub, heißt das nicht, dass mein Kind jeden Tag im Urlaub gut gelaunt sein muss. Die Kinder machen die Regeln, vor allem im Urlaub geht es darum, dass die Kleinen Spaß haben und das heißt auch, dass nicht immer alles genau nach Plan geht.

Neues essen! Ich habe in Indonesien Reis& Nudeln gefrühstückt, mein Mann hat die Katzen-Luwak-Kackakaffeebohnen getrunken und wir würden das immer wieder tun. Andere Länder, andere Sitten& anderes Essen- wir haben es genossen und würden es immer wieder tun.

Der MuslimTeint. In Amerika gibt es seit Trump den MuslimBan, was ich nach jedem Urlaub bekomme, ist jedoch der MuslimTeint. Das ist, wenn eine kopftuchtragende Frau einen Teint im Gesicht hat, der aber nicht auf das ganze Gesicht ausgebreitet ist, da das Kopftuch einen Teil der Stirn verdeckt. Das Beste kommt eben zu Schluss ;-)

 

 

 

 

 

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