The Klumpat of Mother-Shopping

May 16, 2017

Im Mama- Shopping Wunderland

Als ich noch schwanger war hat mir das Shoppen für meine Tochter unheimlich viel Spaß gemacht. Ich hatte zwar noch keine Ahnung was sie genau brauchen würde, habe aber alles Mögliche gekauft, was ich süß fand.  Bunte Strampler, Stoffwindeln mit lustigen Motiven, Lätzchen aller Art, weiche Stofftiere, eine Schnullerkette mit ihrem Namen drauf, verschiedene Flaschen, Schmusedeckchen...alles, alles alles. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, aber die Sachen haben mich förmlich angelacht. Sie haben zu mir gesprochen:"Kaufe mich, ich mach dein Baby glücklicher, süßer, besser, schöner, hipper..."
Ja, die Hormone sind zu dieser Zeit auch klar auf der Seite der Konzerne und nicht auf meiner gestanden!  Es war, als hätte ich einen Test zu bestehen und ich kannte mich Null aus!


Was mich heute traurig macht:
Die Hälfte davon habe ich nie gebraucht. Meine Tochter hat Schnuller& Flasche vom ersten Tag an abgelehnt. Da die Kleinen schnell wachsen, haben wir ihr einige Strampler gar nicht erst anziehen können und brauchten schon eine größere Größe, wir hatten viel zu viele Stoffwindeln, sie ignorierte die Schmusedecke und: Mein Kind mag bis dato keine Stofftiere (sondern Spielzeugautos).


Nicht wegwerfen: verschenken
Da die meisten Sachen echt ungebraucht und noch mit Etikett waren, haben wir vieles gespendet, oder einfach verschenkt. Der Rest wurde online verkauft.

Die Kulissen hinter dem Shopping-Theater:

Es wird einem vorgegaukelt, dass du als Mutter so viel für deine Kinder kaufen musst und wenn du das nicht tust, bist du eben eine schlechte Mutter. Es sind nicht nur die Riesenkonzerne, die versuchen dir einzureden, dass du dies und das brauchst, sondern manchmal auch andere Mütter. Eine entfernte Bekannte hat von einem Designer-Kinderwagen geschwärmt, weil er so "toll aussieht" und Mütter, die sich den leisten können, seien die Besten. Als ich ihr erzählte, ich würde mir eine gebrauchte Trage besorgen, schmelzte ihr förmlich die Schminke vom Gesicht. "Jedem das Seine", dachte ich mir. Meine Mutter hat mir einen Kinderwagen geschenkt, aber den habe ich maximal 4 Mal benutzt. Wir verreisen so oft in verschiedene Länder, wo es keine Rücksicht in den Transportmitteln auf Kinderwägen/Rollstuhlfahrer gibt, da ist die Trage viel praktischer für mich. Kinder sind ein Business und als Schwangere fällt man darauf rein, weil man natürlich den innerlichen Mama-Glow hat und seinem Kind alles bieten möchte, was man nur kann. Daran ist auch nichts falsch, aber ich hätte ein bisschen damit warten sollen. Durch meine Tochter habe ich echt gelernt minimalistisch zu werden und habe jeglichen Größenwahn in puncto Shopping mit Handkuss aufgegeben. Wieso? Dinge sind nicht wichtig. Mein Kind ist wichtig. Es ist wichtiger, dass ich mit ihr spiele, als, dass sie hundert verschiedene Spielsachen hat. Diese kaufe ich übrigens auch manchmal gebraucht, oder wir tauschen mit anderen Kindern. Was Laila an Kleidung zu klein wird spenden wir, manches hebe ich aber für später auf, sollte sie ein Geschwisterchen bekommen. Wenn ich jetzt einkaufen gehe, frage ich mich bei fast jedem Produkt, ob ich es wirklich brauche?! Braucht sie es wirklich? Ich weiß noch genau, dass ich Laila zum ersten Geburtstag eine kleine Küche geschenkt habe. Sie war zwar neu, aber echt günstig. Heute bin ich froh, dass ich die billigere Variante gekauft habe (es gab lächerlich teurere Sorten davon), denn mein kleiner Terminator hat das Spielen in der Küche so sehr genossen, dass diese zwar noch steht, aber die Betonung liegt auf "noch".

 

Mein Tipp für die Mamis- to- be:
Dein Kind braucht jeden Cent für später, weil niemand weiß, was später passieren kann. Zu viel unnötiger Kram tut weder dir noch dem Kind gut, das ist jedenfalls meine Erfahrung. Kaufe ein, aber ja nicht zu viel, denn später wünschst du dir noch, du hättest weniger gekauft. Meine Liste ist natürlich sehr subjektiv, aber ich kenne kaum eine Mami, die nicht derselben Meinung ist, wenn es um das Einkaufen für die Kleinen geht. In Europa haben wir den Luxus, dass man Second Hand - Spielsachen sehr gut erhalten bekommen kann. Bei Kleidung will man seinem Kind natürlich Neues kaufen, aber glaube mir, die Zwutschkis wachsen so schnell, da sollte man echt nicht die ersten 3 Monate schon vorkaufen, sondern vielleicht nur für den ersten Monat. Und ich weiß: Die Babysachen sind so süß, dass man sich nicht zurückhalten kann, aber man kann nie vorher sagen, wie schnell die Kleinen wachsen, oder welche Spielsachen sie mögen werden.

 

Fotocredit: wix.com

 

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