Eine für alle

November 23, 2017

Das Projekt #EinefürAlle soll zeigen, dass Frauen gemeinsam viel erreichen können. Internes Womenbashing steigt und diese Arbeit ist die klare Antwort darauf:
*I see all my Sisters together and i see them united*

Zusammenhalt statt Riesenspalt! Ja, wir sind unterschiedlich, aber ist das nicht ein Grund, um erst recht Hand in Hand durch diese Welt zu gehen und zu zeigen, dass unsere Weiblichkeit Gemeinsamkeit genug ist, damit jede von uns für alle anderen steht?
(Vorschauvideo: #EineFürAlle)

 

 Eine für alle: Wenn ich so darüber nachdenke, macht etwas anderes ja auch kaum Sinn. Was kommt den Gutes heraus bei "Jede gegen jede." oder "Eine für sich allein."? Das klingt mir weder nach Lebensfreude noch nach persönlichem Wachstum. Wir mögen alle verschiedene Vorstellungen davon haben wie wir unser persönliches Leben als Frau gestalten wollen, aber was ich mir für alle Frauen genauso sehr wünsche wie für mich selbst ist, dass wir unser Leben nach eben diesen persönlichen Vorstellungen gestalten können. Mir liegt fern zu beurteilen, ob eine Frau mit oder ohne Kinder mehr oder weniger Frau ist als ich. Ob Karriere nun ein Muss ist oder ob auch das Leben als Hausfrau erfüllend sein kann. Im 21. Jahrhundert sollten wir doch hoffentlich verstanden haben, dass Emanzipation vor allem für Selbstbestimmung steht. Jede Frau soll so leben dürfen, wie sie selbst es sich wünscht. 

Ich lebe gerne in der Vielfalt. Das fand ich schon als Kind in einer Kleinstadt spannend. Erst als ich als junge Erwachsene in die Großstadt gezogen bin, kam ich mit Menschen mit unterschiedlichster Herkunft tatsächlich in Berührung. Das hat mir so viele Perspektiven eröffnet, die mir sonst verschlossen geblieben wären. Und ich weiß, am Anfang war das bei aller Neugier nicht leicht. Aber wie alles andere wird auch das Überwinden eigener Vorurteile mit etwas Übung immer leichter.

Inspiriert von vielen starken Frauen lebe ich heute ein Leben wie ich es immer wollte und mir doch lange Zeit nicht zugetraut habe. Ich reise als TAHCLE-Trainerin (Training Against Hate Crime For Law Enforcement) für die OSZE/ODIHR (Organisation for Democratic Institutions and Human Rights) durch Europa um Polizist_innen zu unterrichten. Ich baue mir ein Unternehmen mit nachhaltigen Produkten auf. Engagiere mich für ein Bildungssystem, das diskriminierungsfrei ist und leite einen Verein, der sich der Förderung von Müllvermeidung verschrieben hat. So dreht sich bei mir alles um Menschenrechte und Umweltschutz. Natürlich ist Engagement für Menschenrechte immer inklusiv. Ob es nun um die Rechte von Menschen mit speziellen Bedürfnissen geht, religiöse oder ethnische Minderheiten oder die LGBTQ-Community, macht für mich keinen Unterschied. Im Gegenteil ich kann nicht für die Einen eintreten und die Diskriminierung anderer ignorieren. Das wäre Heuchelei.

Eine wichtige Motivation und viel Kraft finde ich in der Tatsache, dass ich auch Mutter bin und natürlich ein gutes Vorbild sein möchte. Aber auch darin, dass ich will, dass meine Kinder in einer toleranten Gesellschaft groß werden, damit auch sie weltoffene Menschen werden können, die Respekt haben für ihr Gegenüber ganz egal wie dieses Gegenüber entscheidet zu leben. 

 

 

 Fotocredit: Asma Aiad

 

Marlies ist aktiv bei:
www.freshethics.com
www.verein-wiwa.at
www.diskriminierungsfrei.at

 

ENGLISH VERSION

One for all: Well, pondering about it, anything else does not make much sense anyway. What good comes from „one against all“? That does not sound like enjoying life nor does it sound like any personal growth is possible. We may all have very different expectations for our own lives, but what I wish for myself just as for any other woman on this planet, is that all women are able to create a life according to their own personal needs. It is really not up to me – or anyone else – to judge, if a woman is more of a woman, if she has or doesn’t have children. If making a carrier is a must or if a life as a housewife can also be fulfilling. Who am I to judge? In the 21st century it should be clear that emancipation must mean self-determination. Each woman should be able to live the life she chooses for herself.

I choose to live in diversity and I love it. Even as a young child living in a very homogenous small town I was excited about other cultures. It was not until I moved to the big city as a young adult that I really got into touch with people of different backgrounds. I do remember that although I was curious it was not always easy to understand different perspectives. But as anything else in life even overcoming ones own prejudices does get easier with practice.

Inspired by many strong women in my life today I live a life that I always dreamed of, but did not always consider being possible. These women are so numerous that to list them all would take too long. One of the first ones that inspired me to grow beyond myself was definitely my big sister.

Today I am working for an environmental initiative that is dedicated to reducing land fill. I am building my own business with sustainable products and engage myself in making our education system more inclusive. For the second time now I had the chance of travelling for the OSCE/ODIHR (Organisation for Democratic Institutions and Human Rights) through Europe and training law enforcement officers to implement measures against hate crime  as a TAHCLE-trainer (Training Against Hate Crime for Law Enforcement). So my life circles around environmental protection and human rights.

Naturally human rights always have to be inclusive. If it is about the rights of persons with special needs, religious or ethnic minorities or the LGBTQ-community, does not make a difference to me. Quite contrary I don’t think it makes sense to step up for one group and to ignore the rights of other. That would be hypocrisy.

A very important motivation and the strength to do this come from me being a mother. I want to be a good role model for my children. I also want my kids to grow up in a tolerant society so that they can grow up being open people with respect for others irrespective of how their counterparts choose to live.

 

 

Please reload

  • Facebook Social Icon
  • Instagram Social Icon
Recent Posts

July 8, 2019

June 20, 2019

June 13, 2019

November 28, 2018

November 13, 2018

Please reload

  • Facebook Social Icon
  • Instagram Social Icon

©2019 Made with multicultural Humor since July 2016