Was tust du für uns?

December 8, 2017

Das Projekt #EinefürAlle soll zeigen, dass Frauen gemeinsam viel erreichen können. Internes Womenbashing steigt und diese Arbeit ist die klare Antwort darauf:
*I see all my Sisters together and i see them united*

Zusammenhalt statt Riesenspalt! Ja, wir sind unterschiedlich, aber ist das nicht ein Grund, um erst recht Hand in Hand durch diese Welt zu gehen und zu zeigen, dass unsere Weiblichkeit Gemeinsamkeit genug ist, damit jede von uns für alle anderen steht?
(Vorschauvideo: #EineFürAlle)

 

 

Ich kann ja gar nicht glauben, dass ich vor einigen Jahren noch meinte "Ich bin keine Feministin :)" Das ist mir heute wahnsinnig peinlich. Meine Einstellung war immer feministisch, ich hatte es nur nie mit diesem Wort betitelt. Es hatte immer so einen komischen Beigeschmack. Heute könnte ich mir “Ich bin Feministin” auf die Stirn tätowieren. Ich identifiziere mich stark darüber. Jeder Mensch hat so sein Thema: Arbeitsrechte, Umwelt, den Artenschutz von Einhörnern. Mein "Thema" waren immer schon Frauen und Kinder.

 

Und ab dem Zeitpunkt, wo du für etwas brennst, kannst du dich eigentlich nur noch ärgern. Ich habe mich in letzter Zeit darin verstrickt eine Million Ungerechtigkeiten zu erkennen. Es geht ganz automatisch: Im Alltag, in der Politik, in der Werbung sowieso. Und sie sind ja auch wirklich da. Ich kann nicht mal mehr Drakes “Hotline Bling” hören ohne mir zu denken: “Jetzt lass das Mädel ihr Leben leben, verdammt!" Wenn einem alles auffällt, kommt man in eine unangenehme Position der Hilflosigkeit. Ich fühle mich überwältigt von all der Ungerechtigkeit, die um mich herum und gegen Frauen geschieht und mir stockt der Atem. Ich könnte mich pausenlos aufregen und trotzdem habe ich immer den Eindruck: Was soll ich tun? Es reicht nicht.

 

Bis ich mich vor einigen Wochen bei etwas ertappt habe. Ich sollte interessante Leute für eine Wahlkampagne vorschlagen. Ich hatte recht schnell eine Liste mit Namen und die schickte ich ab. Lauter coole Leute. Erst später fiel mir auf, dass da nur Männernamen auf meiner Liste standen. Ich hatte nur Männer vorgeschlagen ihre Stimme zu etwas Politischem abzugeben. Etwas, was mich maßlos aufregt, wenn ich es im Fernsehen sehe oder in Zeitungen lese. Also ich hatte die Möglichkeit Frauen zu pushen und habe sie nicht genutzt? Das soll mir nie wieder passieren.

 

Ich kann nicht alle Ungerechtigkeiten dieser Welt aus dem Weg schaffen. Der einzige Weg, den ich sehe, ist dass jede/r von uns in ihrem/seinmn Umfeld etwas bewegt. Und eines kann ich als Journalistin sehr wohl: Frauen sichtbar machen. Und das mache ich ab sofort verstärkt. Was kannst du für uns tun? #EineFürAlle

 

 

Fotocredit: Asma Aiad

Jelena Pantić-Panić ist Journalistin und führt den jungen Blog "Medien.geil". Er ist ein Guide durch den Mediendschungel und für Menschen gedacht, die sich für die Kulissen des Journalismus interessieren.

 

ENGLISH VERSION
What are you doing for us?
I can’t believe that a couple of years ago it was me who said „I am not a feminist!“ ☺ Today I feel so embarrassed about that. I always had a feminist attitude, I just didn’t lable it with that word. It has this bitter taste. Today I could have „I am a feminist!“ tatooed on my forehead. I truley identify with it. Everyone has their own issues they care for, may it be labour law, environment protection or species protection of unicorns. My „issues“ have always been womens and childrens rights.And from the moment on that something sets your soul on fire, u get vexed more easily. There was a time i felt like everywhere I turned I saw injustice.It came automatically. In daily life, in politics, and of course in advertisement. And injustice is there! I can’t even listen to Drake’s „Hotline Bling“ withouth thinkin „Leave her alone, damnit!“ If u are being that aware u feel a certain helplessness. I feel overwhelmed by all the injustice women are faced with, it just takes my breath away. It keeps gettin me so mad, but then I think to myself: What can I do? It is not enough.A couple of weeks ago I cought myself. I was supposed to suggest a list of interessting people for an election campaign. I got the list together pretty fast, and sent it out. I named a bunch of really cool pepole. It was only later I realized that I just mentioned men on the list. I only proposed men to give their opinion about a political topic. Something that would bother me so much if I saw it on TV or on the newspapers. It was my turn to push women, and I didn’t do it. Something like this should never happen to me again. I can’t erase all the injustice in this world. I think we can only do this if everybody starts to change something in their own enviroment. There is one thing i can do as a journalist, though:I can make women visible. And this I’m gonna enforce from now on. What can you do for us? #OneforAll

 

Übersetzt von Julia Cham

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