Die Nachhaltigkeit der Gefühle

November 23, 2018

Öko-Schlapfen:

ich weiß, ich weiß, wir lesen nur das Wort "Nachhaltigkeit" und schon drehen sich automatisch alle Augen, die wir besitzen. Aber das hier wird kein Artikel über meine Lieblings-Second-Hand-Läden (sind schon einige ;) ), oder wo man unverpackt sein in regionales Gemüse kaufen kann...nein, das wird ein Artikel, über die Nachhaltigkeit IN uns, nicht UM uns....

 

"Herz am Boden weg"

Es war letzte Woche, als meine Tochter folgenden Satz fast täglich von sich gab: "Mein Herz am Boden weg."  Ich habe mir die ersten Male nichts dabei gedacht, dann wollte ich aber wissen, was los ist. Die Kindergartenpädagogin meinte, es könnte daher kommen, dass Lailas bester Freund nun den Kindergarten gewechselt hat. JA! Das macht Sinn. So hat sie also versucht, ihre Trauer zu beschreiben. "Mein Herz am Boden weg."

 

Diese Woche habe ich mich getraut, einige gewagte Beiträge zu posten, die wir versuchen aus dem Tabu zu befreien, weil sie dort nicht länger hingehören. Beide sprechen über Gewalt im Krankenhaus und wie Machtpositionen in eben diesem oft missbraucht werden. Viele LeserInnen haben sich angesprochen gefühlt, einige ÄrztInnen, hingegen fühlten sich angegriffen, weil es natürlich ihr Arbeitsplazt ist und sie beide Seiten der Geschichte kennen....verständlich.

 

Die Sache ist die: Wenn es darum geht nachhaltig einzukaufen und nachhaltiger zu leben, werden einem oft Zeigefinger vor die Nase gestreckt und wir werden darauf hingewiesen, wie wir zu leben haben, damit es eben nachhaltig einen brauchbaren Wert für die ganze Welt hat. Aber was ist mit unseren Gefühlen? Was ist mit unserem Umgang miteinander? Wieso achten wir nicht darauf, sondern hauen darauf los, als würde es um Leben oder Tod gehen?
Warum spielt der Ton zwischen zwei Menschen nicht genauso eine Rolle, wie die Vermeidung von Plastikmüll? Scharfe Töne und Gemeinheiten zwischen den Zeilen, sind jedenfalls mehr als nur Müll....Sie sind giftig.

 

Lächle
Nur eine Überlegung: Manchmal tippen unsere Finger schneller, als unsere Köpfe denken. Manchmal sind die gemischten Emotionen Grund, um wen anderen zu beleidigen. Oft finden wir uns in Diskussionen wieder die eigentlich nicht hätten sein müssen. Vielleicht sollten wir uns selbst einfach mal mehr Zeit geben und lassen, bevor wieder kleinere Streitereien entstehen. Mit unseren Engsten, aber auch mit Fremden, virtuell, oder auf der Straße. Lächeln wir doch andere einfach an, machen ihnen ein Kompliment, lassen auch mal einiges durchgehen und achten auf die Gefühle anderer so, als seien sie unsere eigenen...
wäre das nicht auch ein nachhältiger Lebensstil?

 

 

 



Eure Mudda

 


 

 

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